Strandgut – eine Idee von Ute Strub

Ich werde oft gefragt, woher ich die Idee mit dem SandSpielRaum habe…

In Wirklichkeit hatte die Idee ja Ute Strub, eine auf vielen Seminaren mich immer wieder inspirierende Persönlichkeit. Sie hat in Berlin das „Strandgut“ eröffnet. Das Strandgut besteht aus zwei Räumen, einer voll mit Küchenutensilien und Sand zum Kochen, Sieben, Mahlen, Schütten…der andere bestückt mit offenen Spielmaterialien und Stroh. Das Strandgut ist öffentlich zugänglich und wird durch Spenden finanziert. Jeder, der das Strandgut besucht, darf eine Spende im Strumpf hinterlassen.

hier geht´s zu Utes Strandgut

Als ich vor einigen Jahren Utes Vortrag vom Strandgut gehört habe, war ich von der Idee so angetan, dass ich überlegt habe, wie ich sie am besten umsetzen könnte. Und so hat es angefangen. Ich hab den großen Flohmarkt in Eisenstadt besucht und feine Utensilien eingekauft: Emaille-Schüsseln, Kupferschüsseln, Siebe, Schöpfer, etc… Mir fehlt noch eine Kaffeemühle, falls jemand so eine hat…

 

Die Sandwanne lädt zum Zeichnen und Schreiben ein. Hier entstehen Bilder mit Muscheln und Glasperlen.

 

 

 

Der erste SandSpielRaum hat auf Holzboden stattgefunden. Nicht ratsam, denn der Sand hat den Boden abgeschliffen. Beim nächsten Mal habe ich große Tücher und Teppiche untergelegt. Auch nicht ratsam, denn sie sind verrutscht und der Sand ist letztendlich doch wieder am Holzboden gelandet. Danach habe ich weiße Leintücher aufgelegt und mit Gaffa am Boden angeklebt – tja, dann sind zwar die Tücher nicht verrutscht, aber sie waren zu dünn. Der halbe Sand ist einfach durchgerieselt!

Und immer wieder hatte ich Hilfe von meinem großen Sohn Tobias. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass der SandSpielRaum nun das ist, was er ist! Mit ihm gemeinsam habe ich dann einen dicken blauen Stoff ausgesucht: Sandundurchlässig und so glatt, dass sich der Sand nach dem Spielen einfach ausschütteln lässt. Mittlerweile haben wir viel Übung darin und das Aufräumen fällt nicht schwer. Meine Helferlein sind mit einem guten Prozentsatz am SandSpielRaum mitbeteiligt. Ohne sie könnte ich ihn nicht stattfinden lassen!

Habt ihr nun Lust bekommen auf den nächsten SandSpielRaum? Sandkuchen zu kosten und Sandkaffee serviert zu bekommen?  Hier gehts zu den nächsten Terminen 🙂

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Sandspiel

IMG_2282Wir haben diese Woche wieder Sand gespielt. Väter, Mütter, Kinder…irgendwo zwischen eineinhalb und fast sechs Jahren.

Und dann, nach einer Stunde Rieseln, Schöpfen und Ausprobieren, wie sich der Sand in den Ohren anfühlt, will da doch tatsächlich jemand malen, statt Sandspielen. Hmmm, natürlich, von mir aus kannst du dich gerne zum großen Tisch setzen und malen. Und schon haben manche Kinder gemalt…

Und vielen Dank an alle Eltern, die das gut aushalten, weil sie zum Sandspielen gekommen sind und nicht zum Malen. Manchmal ist es schwierig, unsere eigenen Pläne umzuwerfen.

Pläne, die wir Erwachsenen machen, Strukturen, die den Kindern noch fremd sind, weil sie einer inneren Stimme folgen. Wo ist unsere innere Stimme geblieben? Manchmal lassen wir uns gefangen nehmen von Zeiten, Strukturen und Vorgaben. Aber beim Spielen ist es auch uns Erwachsenen möglich, unsere innere Stimme wiederzuentdecken. Rauszukramen, was vielleicht versteckt war. Wahrnehmen, was wir in dem Moment wirklich tun wollen. Nicht, was unser Verstand tun will, sondern unsere Hände, unsere Füße, unsere Finger, unsere Nase…

Und deshalb – damit die Stimme ein Leben lang laut bleibt und sich nicht verstecken muss…lassen wir unsere Kinder malen, auch, wenn die Umgebung gerade etwas anderes bereithält. Vielen Dank für euer Verständnis!

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